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Asumah Hatunah, Mitglied des Kids Club

Damongo und ich

Hallo, mein Name ist Silas ich bin 30 Jahre alt und komme aus Damongo. Ich lebe nun in Deutschland, bin aber in Damongo aufgewachsen, habe dort meine Schulzeit verbracht und habe dort esrt als Laborassistent und dann als Lehrer gearbeitet.
Ich möchte ihnen ein wenig über das Leben in Damongo erzählen.

Damongo liegt in der 'Northern Region', eine der nördichsten Regionen in Ghana. Die Vegetation gleicht einer Grassavanne. In der Regenzeit kann das Gras bis zu 2 Meter hoch werden. Es gibt auch noch sehr viele Bäume, Büsche und Sträucher, allerdings keine Regenwaldvegetation. Im benachbarten Nationalpark 'Mole' gibt es noch einige Elefanten, Antilopen, Affen, verschiedene Schlangen- und Vogelarten, Krokodiele, Löwen sowie andere Tiere. Die Tagestemperaturen liegen bei ca. 30- 36° C.

Damongo ist die traditionelle Hauptstadt der Gonjas, einer Volksgruppe in Nord-Ghana. Außerdem leben aber noch viele Angehörige anderer Volksgruppen, wie z.B. Farafaras, Dagombas, Dagabas, Kassinas, Vaglas, Tampulmas, Kamaras, Ashantis dort. Der Yabumwura ist der traditionelle König der Gonjas und wohnt in einem Palast in Damongo.
In unserem Dorf leben ca. 7000- 8000 Menschen. Die meisten von ihnen sind Bauern, die hauptsächlich für den Eigenbedarf produzieren. Außerdem sind viele im West Gonja Krankenhaus angestellt oder arbeiten als Lehreran einer der Schulen. Andere arbeiten bei der Gemeinde, der Bank oder haben ihre eigenen kleinen Läden. Industrielle Entwicklung gibt es nicht.
Der Tag beginnt sehr früh um 5 Uhr, wenn die Moslems zum ersten Morgengebet in die Moschee rufen. Auch viele Katholiken gehen früh morgens um 6 Uhr zur Morgenmesse. Um diese Uhrzeit sind die Bauern schon auf ihrem Feld. Die Schule beginnt um halb acht und endet um 14 Uhr.

Bei etwas wohlhabenderen Familiengibt es drei Mahlzeiten am Tag. Oft kauft man sich aber auch etwas an einer der vielen kleinen Essensständen oder bei einem Straßenverkäufer. Nur abends wird dann richtig gekocht. Das dauert durchschnittlich 2 Stunden. Gegessen wird meistens Tou Zafi (TZ, aus Maismehl), aber auch Fufu (meistens aus Yamswurzel, Cassavawurzel), Banku (aus gegorenem Maismehl), Riceklöße oder Reis mit Bohnen. Alle Gerichte werden meistens zusammen mit einer Soße und Fisch oder Fleisch gegessen. Zum Essen benutzt man allerdings ausschlieslich die rechte Hand. Serviert wird das Essen in einer großen Schüssel, aus der auch oft zu zweit oder dritt gegessen wird.

Ein großes Problem in Damongo ist die Wasserversorgung. Während der Trockenzeit zwischen November und März fällt fast gar kein Regen und wenn der Regen zu spät einsetzt, dann gibt es schnell Trinkwasserprobleme. Asserdem ist es problematisch, dass jedes Jahr zu Beginn der Trockenzeit die Büsche in Brand gesteckt werden, um die wilden Buschtiere zu jagen und um das Land wieder leichter bepflanzen zu können, denn Traktoren oder sonstige landwirtschaftliche Maschinen zum Pflügen gibt es nicht.

Am Samstag treffen sich fast alle Einwohner von Damongo auf dem traditionellen Markt, zu dem auch Leute aus den umliegenden Dörfern kommen um ihre Waren zu verkaufen. Ein besonderes Highlight ist das gemütliche Zusammensitzen in einer der vielen kleinen Hütten um eine Kalebasse Pito, selbstgebrautes Hirsebier, zu trinken. 

Die Jugend in Damongo trifft sich gerne zum Fußball oder Volleyball spielen. Die älteren Menschen hingegen sitzen gerne im Schatten unter einem Baum und spielen traditionelle, ghanaische Gesellschaftsspiele wie zumBeispiel Owari.

Generell ist das Zusammenleben in Damongo recht gesellig und harmonisch. Man nimmt sich viel Zeit für einander zum netten Plausch und zum gemütlichen Beisammensein. Man kann in Damongo nicht an einer Person einfach so vorbeigehen, wenn man sie kennt, sondern begrüßt sie indem man auf traditionelle Weise in die Knie geht und sich verbeugt.

Die besonderen Feste in Damongo sind Hochzeiten, Beerdigungen und Out- doorings (Geburtsfeier), und natürlich nicht zu vergessen, das  jährlich stattfindende Damba- Festival, bei dem drei Tage lang der Damba- Tanz zelebriert wird.
Es lohnt sich also mal in meiner Heimat vorbei zu schauen um unser Essen und Pito zu probieren und vor allem um sich ein eigenes Bild zu machen.

 

 

 

 

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